Welche Ökostromanbieter gibt es in Deutschland? Wie wechsele ich zu einem Ökostromanbieter?

Ökostrom, auch grüner Strom genannt, wird nachhaltig, auf ökologisch Art und Weise aus erneuerbaren Energien produziert wird. Grüner Strom schließt daher fossile Brennstoffe wie Kohle und Erdöl sowie Kernkraft kategorisch aus. Grüner Strom wird hergestellt mit Windkraftanlagen, Photovoltaikanlagen und durch die Verbrennung von Biomasse. Auch Wasserkraft, Biogas, Erdwärme und Solarthermie sind ökologische Energiequellen. Im weiteren Sinne sprechen einige Energieversorger auch bei Strom, der in Kraft-Wärme-gekoppelten, gasbetriebenen Blockheizkraftwerken und in Kraft-Wärme-gekoppelte Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerken hergestellt wird von Ökostrom. Bekannte Gegenbegriffe zu Grünem Strom sind konventionell erzeugter Strom aus fossilen und atomaren Energiequellen und sogenannter Graustrom für Strom mit unbekannter Herkunft.

Zuletzt beschloss die Bundesregierung nach den katastrophalen Ereignissen in Fukushima / Japan eine deutliche Kehrtwende in der Energiepolitik und im Rahmen des „13. Gesetzes zur Änderung des Atomgesetzes“ eine Energiewende, die den Atomausstieg beschleunigen soll. Demnach soll im Jahr 2022 das letzte deutsche Atomkraftwerk abgeschaltet werden. Atomausstieg ist aber nicht nur ein politisches Schlagwort. Viele Verbraucher entschieden sich nicht zuletzt als Reaktion auf die Atomkatastrophe in Japan für einen privaten Atomausstieg und setzen seither auf grünen Strom. Sie wechselten in den letzten Monaten verstärkt zu Ökostromanbietern, die nur Strom aus umweltfreundlichen Energiequellen anbieten.

Der Wechsel zu Ökostrom lohnt sich

Wer Ökostrom bezieht oder beziehen möchte, will natürlich einerseits wissen, woher dieser Strom kommt. Andererseits scheuen viele Verbraucher einen Anbieterwechsel, weil sie davon ausgehen, dass grüner Strom wesentlich teurer ist als herkömmlicher Strom. Antwort auf die erste Frage erhält der Verbraucher mit Hilfe von Ökostromzertifikaten und insbesondere von Gütesiegeln. Diese geben Auskunft darüber, wo der Ökostrom herkommt und wie er zusammengesetzt ist. Allerdings sagen Ökostromzertifikate leider nichts über die Qualität eines Ökostromtarifes aus. Ökostromzertifikate können gehandelt werden und sind somit keine verlässliche Auskunftsquelle. Wesentlich hilfreicher sind hier Gütesiegel wie etwa das TÜV-Siegel oder das Gütesiegel „OK power“ von EnergieVision e.V. und das Gütesiegel Grüner Strom Label e.V. Auch ein Ökostrom Preisvergleich der einzelnen Ökostromanbieter lohnt sich immer. Alle Haushalte sehen sich steigender Energiekosten gegenüber. Im Internet gibt es eine Vielzahl an Portalen, die sich auf einen Ökostrom Vergleich spezialisiert haben. Solch ein Onlinecheck geht nicht nur schnell, er ist auch von Jedermann einfach gemacht. Hierfür gibt man die entsprechenden Eckdaten, wie beispielsweise den Wohnort, den jährlichen Stromverbrauch oder auch die Vertragslaufzeit ein und bekommt anschließend eine Übersicht über die günstigsten Ökostrom Anbieter mit ihren jeweiligen Vertragskonditionen aufgelistet.

Ökostromanbieter in Deutschland

Der Wechsel zu einem Ökostrom Anbieter verläuft ebenso umkompliziert. Hat man sich für einen Anbieterwechsel entschieden, übernimmt der neue Energielieferant die Kündigung des Vertrages beim alten Anbieter und sorgt dafür, dass der Wechsel reibungslos über die Bühne geht. Der Wechsel zu einem Energieversorgungsunternehmen, das grünen Strom anbietet, ist für den Verbraucher immer ohne zusätzliche Kosten verbunden. Kunden in Deutschland können aus einer Vielzahl an Ökostrom Anbietern auswählen. Zu den bekanntesten und größten Unternehmen gehört zweifellos die Lichtblick AG mit Sitz in Hamburg. Lichtblick bietet ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energiequellen an. Den Großteil macht Wasserkraft aus Wasserkraftwerken in Norwegen und Österreich aus. Außerdem kommt Strom aus Biomasse, Windkraft, Sonnenenergie und Geothermie zum Einsatz. Bekannt ist das Unternehmen beispielsweise auch als Ökostromversorger für den Deutschen Bundestag im Berliner Reichstag, die Abgeordnetenbüros oder den Berliner Dom und für sein vorbildliches Engagement in Sachen Umweltschutz. Auch lekker Energie GmbH mit Firmensitz in Berlin setzt sich auf 100 Prozent grünen Strom aus erneuerbaren Energieträgern und verzichtet komplett auf Kernenergie und fossile Brennstoffe. Deutschlandweit versorgt auch Greenpeace Energy eG seine Kunden mit Ökostrom, der sich aus mindestens 50 Prozent erneuerbaren Energien wie Windkraft, Wasserkraft, Biomasse, Photovoltaik und Geothermie und maximal 50 Prozent aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen zusammensetzt. Andere Ökostrom Anbieter sind beispielsweise Stromistgrün der Stadtwerke Pforzheim, die Naturstrom AG aus Düsseldorf oder die Elektrizitätswerke Schönau. Einige der großen deutschen Stromerlieferanten bieten neben ihren konventionellen Strommix-Tarifen verschiedene Ökostromtarife an. Auch hier lohnt ein Ökostrom Preisvergleich. Zu nennen sind hier unter anderem der Ökostrom-Tarif der eprimo GmbH „eprimo PrimaKlima“, der Ökostrom-Tarif der E.VITA GmbH „E.VITA Aqua“ oder der „MeinÖkoTarif Strom“ von E wie einfach.

Ökostrom muss nicht zwingend teurer ein herkömmlicher Strommix. Wer bislang den Anbieter Vergleich gescheut hat oder einfach zu bequem dafür war, liegt mit seinem Standardtarif seines Grundversorgers mit Sicherheit über dem einen günstigen Ökostrom Anbieters. Mit einem Wechsel zu grünem Strom schlägt man dann gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Man bezieht umweltfreundlichen Strom und kann sich zugleich über eine aufgebesserter Haushaltskasse freuen.

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