Die Kanareninsel El Hierro wird seit Neuestem mit einhundert Prozent Ökostrom versorgt. In ein paar Monaten geht es los und die erneuerbaren Energien werden auf der ganzen Insel eingesetzt und versorgen alle Häuser mit einem Pumpenspeicherwerk, das von den Ökostrom Herstellern als Verteiler gilt. In erster Linie gibt es hier Wind und Wasserkraftwerke, die aus zwei großen Wasserbecken ihren Strom beziehen. Der Wind hat hier auch eine große Kraft und wird optimal als Stromerzeuger genutzt. Selbst das Wasserkraftwerk wird über die Windenergie vorwiegend nachts betrieben und ist damit autark.

Die 11 000 Menschen auf der kleinen Kanareninsel bekommen so ihren eigens erzeugten Strom. Gibt es keinen Wind, wird das Wasserkraftwerk über vier große Turbinen der Stromerzeuger und kann vor allem durch die gewaltigen Höhenunterschiede auf der Insel so effektiv arbeiten. Es wurden verschiedene Becken gebaut, über die das Wasser in die Tiefe stürzt und bis auch Meereshöhe geführt wird. Hier liegt das Potenzial, um genügend Strom zu erzeugen und sich dann mit der Windenergie zu ergänzen.

Autark in die Zukunft mit Ökostrom

Die Wasseranlagen dienen aber nicht nur der Energieherstellung, sondern sind auch die Trinkwasserquelle auf der Insel und dafür wurden die Wasserbecken so groß konzipiert, dass sie für beide Funktionen genügend liefern. Die Insel El Hierro spart Strom und spart damit 18.000 tausend Tonnen klimaschädliches CO2. Ein großer Beitrag für die Umwelt und ein gutes Gefühl für die Bevölkerung, die damit nicht mehr abhängig ist von anderen Stromanbietern. Das Projekt lief schon seit zehn Jahren und kann jetzt endlich zur Anwendung kommen, nachdem alle Bauarbeiten abgeschlossen wurden.

Das Herzstück der Anlage ist ein Wind und Wasserkraftwerk das Gorona del Viento heißt und aus zwei großen Wasserbecken besteht, die 380 Tausend Kubikmeter Wasser beinhalten. Die Becken befinden sich in einem ehemaligen Vulkankrater, der so optimal genutzt werden kann und eine so eine neue Verwendung gefunden hat. Durch diese Idee konnten große Baustofftransporte eingespart werden, da der Krater selbst die Struktur der Anlage bildet. Stromerzeugung auf diese Weise ist eine sehr sinnvolle Sache und kann richtungsweisend sein für viele andere Projekte, die in Zukunft überall auf der Welt entstehen werden.

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